Svizzer Blog


10 Fragen an Marcus Moser
18. September 2006, 9:41 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: 10 Questions

Wir wechseln komplett die Branche und den Fokus und wenden uns mit unseren 10 Fragen an Marcus Moser. Marcus Moser ist Fondsberater des Falken Fonds Cash & Value, ein international investierender Aktienfonds, der etwas mehr als drei Jahre existiert und in dieser Zeit seinen Wert knapp verdoppelt hat. Marcus Moser hat BWL studiert und eine ausgeprägte Affinität zu Asien, was nicht weiter verwunderlich ist, wenn man weiss, dass er einen Teil seiner Studienzeit dort verbracht hat.

Für Marcus Moser haben wir unsere “10 Fragen” behutsam angepasst, damit sie besser zu seiner Tätigkeit passen.

Marcus, was ist die größte Herausforderung in Ihrem Job?
Bei Aktien immer billig zu kaufen und teuer zu verkaufen.

… und was ist die größte Befriedigung bei Ihrer Tätigkeit?
Besser als die anderen zu sein, gut tut ein tägliches Kursplus beim Falken Fonds.

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Ihnen das Leben wesentlich erleichtern?
Kürzere Flugzeiten, was aufgrund der Verschärfungen der Sicherheitsvorkehrungen auf Flughäfen wohl eher nicht zu erwarten ist. „Beam me up, Scotty!“ läßt somit weiter auf sich warten…

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Ihren Augen überflüssig?
Die zunehmende Technisierung und Verchipisierung unserer Gesellschaft und damit einhergehend der Verkehrsmittel.

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Wertpapieren noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
Die Politik muss ihre kapitalmarktfeindliche Gesinnung aufgeben. Europa muss mehr zusammenrücken, der Euro ist hierzu ein Anfang und ein erster Schritt. Schwarze Schafe müssen viel härter bestraft werden, die aktuelle Rechtsprechung ist ein Witz.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Europas Aktienmärkte sind billiger, nur wissen das zu wenige.

Welche Technologien haben Ihrer Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Technologien, die sprachübergreifend eingesetzt werden können. Interessant sollte auch die Medizintechnik sein, denn es wird mehr und mehr ältere Menschen in unseren Breitengraden geben.

Wenn Sie einen einzigen Tip an Anleger geben könnten, wie würde er lauten?
Immer in steigende Kurse nachkaufen, nicht in fallende.

Haben Sie ein Erfolgsrezept und verraten Sie es uns?
Aus Fehlern lernen und kosmopolitisch denken und leben. Das bedingt viel zu reisen.

Wie genießen Sie den Spätsommer?
In Augsburg: eine Abkühlung im Ilsesee bei Königsbrunn; im Spätsommer/Herbst Aufenthalte in Südostasien.

Marcus Moser, vielen Dank für das Interview!

10 Fragen an Marcus Moser



10 Fragen an Adrian Huwyler
8. September 2006, 7:06 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: 10 Questions

And the race goes on. Heute mit Adrian Huwyler , der die 10 Fragen nicht nur spontan, sondern gleich sehr spontan über Skype beantwortete. Adrian ist Partner bei diebündner, was zwar komisch klingt, weil man eigentlich “bei den Bündnern” sagen müsste, was aber richtig ist, weil diebündner eine Kreativagentur ist. Die Verwirrung wird steigen, wenn ich Ihnen verrate, dass Adrian gar kein Bündner, sondern Zürcher ist, weshalb er auch das Zürcher Büro von diebündner leitet. Und das befindet sich im Technopark und jetzt schliesst sich auch der Kreis, denn G10 Software AG hat als Bündner Firma die grosse Ehre, das Büro in Zürich mit diebündner (Zürich) zu teilen. Ich hoffe, Sie haben das jetzt alles verstanden. Adrian schreibt gerade, also um 20.00 Uhr an einem Freitag (!) an der neuesten Ausgabe der sehr coolen “Jagdzeitung”, auf die ich leider nicht direkt verlinken kann, weil diebündner so ein komisches CMS haben, die sie aber auf der Startseite der Website bestellen können sollten, weil lesen bildet.

Zurück zu Adrian. Er teilt mit mir die Vorliebe für gutes Essen, offene Autos italienischer Herkunft, brand eins und andere schöne Dinge und hat mich ausserdem auf rundfunk.fm aufmerksam gemacht. Adrian ist ein Vollblut-Werber. Sie sollten mal bei diebündner vorbeikommen. Technopark, Trakt Darwin, Raum 1018. Sie werden dann schon sehen, warum. He’s got the groove…

Adrian, was ist die größte Herausforderung in Deinem Job?
In meinen Kunden die Erkenntnis zu wecken, dass das, was ich für sie will, tatsächlich das Beste für sie sein könnte.

… und was ist die größte Befriedigung bei Deiner Tätigkeit?
Wenn ich jemandem eine gute Idee als die seinige verkaufen kann. Und er sich über die gelungene Realisation freut wie ein Schneekönig.

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Dir das Leben wesentlich erleichtern?
Eine Sonnenbrille, die den Schlaf nachholt, während ich an zwei Orten zugleich Menschen in verschiedenen Sprachen davon überzeuge, wie man eine gute Sache macht.

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Deinen Augen überflüssig?
Nervende Klingeltöne, welche die Kassen von Telecom Providern klingeln lassen.

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Innovation noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
In der Einstellung. In Europa nennt man vieles Problem, was eigentlich eine Herausforderung ist, die man anpacken kann.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Wir haben die besseren Geschichten. In der Politik, im Film und in der Werbung.

Welche Technologien haben Deiner Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Technologien, die etwas vereinfachen. Die Kommunikation, die Produktion. Technologien, die vom Schmerz des Daseins ablenken – also unnötige Technologien.

Wenn Du einen einzigen Tip an junge Unternehmen geben könntest, wie würde er lauten?
Es ist nicht so wichtig, dass Du die originelle Idee hast. Es ist wichtiger, dass du eine gute Idee zur richtigen Zeit konsequent in die Tat umsetzt.

Hast Du ein Erfolgsrezept und verrätst Du es uns?
Mut zur Lücke.

Wie genießt Du den Spätsommer?
Mit sattem Rundfunksound von Oliver Scotoni – am besten im wackligen Fiat Spider, Jahrgang 84 – am besten oben ohne.

Adrian, vielen Dank für das Interview!

10 Fragen an Adrian Huwyler



10 Fragen an Peter Schüpbach
7. September 2006, 2:44 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: 10 Questions

Unter dieser Rubrik stellen wir interessanten Menschen in unserem Umfeld 10 Fragen und bitten um möglichst spontane Antworten. Nach Nicolas Berg durften wir heute auch Peter Schüpbach interviewen.

Auch Peter Schüpbach (hier sein Blog) ist einer der ganz Grossen der Gründerszene. Peter war seit 2001 CEO von GenevaLogic, deren Chairman er heute ist. Daneben ist er in eine Reihe von Startups involviert und Board-Mitglied verschiedener Organisationen. Letztes Jahr ist Peter von ASBAN (Schweizer Business-Angel Vereinigung) zum “Business-Angel des Jahres” gewählt worden. Er begann seine Karriere im Jahre 1986 als Mitbegründer von Miracle Software AG, deren CEO er länger als ein Jahrzehnt war. In den 14 Jahren seiner Tätigkeit machte er Miracle zu einer Gesellschaft mit mehr als 350 Mitarbeitern in 5 Ländern. 1998 wurde er in den Aufsichtsrat von softNet gewählt, einer Initiative des Bundesamts für Bildung und Technologie. Peter ist auch einer der unlängst gewonnenen Investoren von Hitflip.

Peter, was ist die größte Herausforderung in Deinem Job?
Immer wieder die richtigen Prioritäten zu setzen. In einem stark wachsenden Unternehmen ist das manchmal schwierig. Mir ist die Entwicklung unserer Unternehmenskultur sehr wichtig. Als schweiz-amerikanisches Unternehmen ist das eine tägliche Herausforderung.

… und was ist die größte Befriedigung bei Deiner Tätigkeit?
Mit dem Team eine ausserordentliche Leistung zu erzielen und gemeinsam zu gewinnen!

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Dir das Leben wesentlich erleichtern?
Eine Zeitmaschine, die uns mehr Zeit pro Tag, Stunde geben würde…

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Deinen Augen überflüssig?
MMS – aber da bin ich wohl zu alt dazu…

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Innovation noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
Das ist ein sehr vielschichtiges Thema und man könnte einen ganzen Aufsatz darüber schreiben. Ich denke, dass Europa generell im Bereich ICT-Innovationen (da kann ich es am besten beurteilen) viel aufgeholt hat. Die Euphorie 1999/2000 hat glaube ich bezüglich Risikoaffinität und Innovation einiges bewegt. Es gibt heute in Frankreich, Deutschland und andersswo in Europa vielversprechende Initiativen – gerade beispielsweise im Web 2.0 Umfeld. Die Schweiz muss da schauen, dass sie den Anschluss nicht verliert – dafür setze ich mich ein.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Im Bereich Mobile und Kommunikationsanwendungen.

Welche Technologien haben Deiner Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Die ganzen Web 2.0 Anwendungen und die neuen Trends hin zu Semantischen Netzen haben ein enormes Potential. Die richtigen, nutzenbringenden Services finden heute die kritische Masse auf dem Netz und haben dadurch ein enormes Marktpotential.

Wenn Du einen einzigen Tip an junge Unternehmen geben könntest, wie würde er lauten?
Kämpfen, kämpfen, kämpfen…

Hast Du ein Erfolgsrezept und verrätst Du es uns?
Ich bin leidenschaftlicher und optimistischer Unternehmer. Dadurch packe ich alles im Unternehmen oder auch bei Start-ups, die ich betreue, mit viel Engagement und Passion an.

Wie genießt Du den Spätsommer?
Ich trainiere für meinen vierten New York Marathon und bin dadurch viel draussen in der Natur. Zudem freue ich mich darauf, im Herbst mit meiner Familie noch ein paar Tage Ferien zu machen.

Peter, vielen Dank für das Interview!

10 Fragen an Peter Schüpbach



10 Fragen an Nicolas Berg
7. September 2006, 2:00 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: 10 Questions

Unter dieser Rubrik stellen wir interessanten Menschen in unserem Umfeld 10 Fragen und bitten um möglichst spontane Antworten. Nach der Sommerpause freuen wir uns, Ihnen in dieser Reihe heute gleich zwei Persönlichkeiten vorstellen zu dürfen, die sich beide in ganz besonderem Masse für junge Unternehmen und neue Technolgien einsetzen.

Den Auftakt macht heute Nicolas Berg, den die meisten von Ihnen vermutlich aus OpenBC kennen dürften. Zumindest ist das mein Eindruck, wenn ich auf seine beeindruckende Kontaktliste sehe, die sagenhafte 1.202 Personen umfasst. Nicolas hat seit 1984 acht Startups (mit)gegründet, so etwa die Finanzplattform Borsalino.ch, die Ringier im Jahre 2000 kaufte. Seither hat er in sechzehn Startups investiert wie z.B. Whitestein, Jobwindow oder OpenBC. Daneben ist der Solothurner als Fachjournalist und Venturelab-Trainer tätig.

Nicolas, was ist die größte Herausforderung in Deinem Job?
Meine Zeit sinnvoll zu managen, ohne zu viele Personen in meinem grossen Network ungebührlich zu vernachlässigen.

… und was ist die größte Befriedigung bei Deiner Tätigkeit?
Wenn ich einen Beitrag geleistet habe, der ein Startup einen Schritt weiter gebracht hat, und später ein toller Exit erfolgt.

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Dir das Leben wesentlich erleichtern?
Automatisches Monitoring, über alles was ich tue (Aktivitäten, deren Nutzen, Agent für Faktura, Steuererklärung) und brauchen würde (bestimmte Leute, Nahrung, Bewegung, Erholung).

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Deinen Augen überflüssig?
Haargel, Lightgetränke, Piercing, Talkshows, 2.5t schwere Autos zum Transport von 70kg Fleisch.

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Innovation noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
Risikofreude, Selbstbewusstsein, Salesorientierung.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Bildung, Soziales, Weltfrieden, Kultur, Wireless, Web 2.0.

Welche Technologien haben Deiner Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Ausgewälte Bereiche aus Infotech (Web 2.0, Multiplayer Games, Wireless, Home Electronic), Biotech, Cleantech, Nanotech.

Wenn Du einen einzigen Tip an junge Unternehmen geben könntest, wie würde er lauten?
Sales, Sales, Sales! Gegenüber Investoren, Team, Partner und Kunden.

Hast Du ein Erfolgsrezept und verrätst Du es uns?
Ein Mix aus vielen: Intuition vertrauen, Network nutzen, “Nein” sagen lernen, Nutzen für Partner vor eigenem Profit, Win-win …

Wie genießt Du den Spätsommer?
Mit Fussball, Marathontraining und Ausflügen mit der Familie.

Nicolas, vielen Dank für das Interview!

10 Fragen an Nicolas Berg



10 Fragen an Tobias Heimpel
25. Juli 2006, 9:24 Uhr vormittags
Gespeichert unter: 10 Questions

Unter dieser Rubrik stellen wir interessanten Menschen in unserem Umfeld 10 Fragen und bitten um möglichst spontane Antworten.

Tobias Heimpel ist bei uns für Marketing und PR verantwortlich. Von ihm stammen also das neue Layout, die neue Bildsprache, das neue Logo, die letzten Pressemitteilungen und überhaupt der gesamte neue Auftritt von G10 Software AG und Svizzer. Tobias ist Geschäftsführer der Projektagentur und hat außer uns auch einer Reihe unserer Partner auf die Sprünge geholfen, was Marketing, Sales und PR betrifft, so z.B. auch Averatec, Climate Partner und Kendox.

Tobias, was ist die größte Herausforderung in Deinem Job?
Antworten zu geben. Gute, denen man vertrauen kann, ohne sie unbedingt zu verstehen. Nachhaltige Antworten, die auch noch wirken, wenn ich nicht mehr im Zimmer bin. Direkte, die berühren und treffen.

… und was ist die größte Befriedigung bei Deiner Tätigkeit?
Zuneigung zu den Antworten. Also beispielsweise zu den Bildern, mit denen G10 jetzt kommuniziert.

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Dir das Leben wesentlich erleichtern?
Suchalgorithmen mit Empfehlungscharakter. Also was würde z.B. eine berühmte Person finden, wenn sie suchen würde. Wenn das nicht geht, dann entscheide ich mich für eine zusätzliche Spur auf der Autobahn, die niemand außer mir sieht und nutzen kann. Oder ein Paralleluniversum. Oder etwas anderes.

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Deinen Augen überflüssig?
Knowledge Management, sofern man hier überhaupt von einer Erfindung sprechen kann.

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Innovation noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
Die Botschaft kann nur lauten: Mehr Mut und runter von der Bremse.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Ich halte es für falsch zu glauben, daß man vorne liegt. Das ist unpraktisch, weil man sich beim Rennen dauernd umdrehen muß und keinen vor sich hat, den man jagen kann.

Welche Technologien haben Deiner Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Alle, die darauf bauen, daß es keine Ordnung mehr geben wird, also Unordnung und Nicht-Struktur als Voraussetzung haben. Und natürlich Klimaneutralität als Mechanismus.

Wenn Du einen einzigen Tip an junge Unternehmen geben könntest, wie würde er lauten?
Renne!

Hast Du ein Erfolgsrezept und verrätst Du es uns?
Dem Erfolg abzuschwören und sich auf Profit zu konzentrieren.

Wie genießt Du den Sommer?
Sehr.

Tobias, vielen Dank für das Interview!



10 Fragen an Jean-Pierre Vuilleumier
19. Juli 2006, 5:36 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: 10 Questions

Unter dieser Rubrik stellen wir interessanten Menschen in unserem Umfeld 10 Fragen und bitten um möglichst spontane Antworten.

Einer der ersten ist Jean-Pierre Vuilleumier, Geschäftsführer von CTI Invest, einer Private-Public-Partnership, die sich als Plattform für Innovationen versteht. CTI Invest ist selbst kein Investor, bringt aber als Kommunikationsplattform junge Technologieunternehmen mit Venture Capitalists und Angel Investors zusammen. Der geographische Schwerpunkt der Tätigkeit von CTI Invest liegt in der Schweiz. Jean-Pierre und sein Team machen aber auch ausländische Investoren auf die Schweizer Innovationsszene aufmerksam, zuletzt vergangene Woche bei zwei Veranstaltungen in London und München.

Jean-Pierre, was ist die größte Herausforderung in Deinem Job?
Jungunternehmer, die verzweifelt Geld suchen, zum Weitermachen zu motivieren.

… und was ist die größte Befriedigung bei Deiner Tätigkeit?
Wenn endlich die Finanzierung einer Jungunternehmung abgeschlossen ist.

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Dir das Leben wesentlich erleichtern?
Beamen durch Scotti.

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Deinen Augen überflüssig?
Die Atombombe.

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Innovation noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
Erstens: Ein Mentalitätswandel ist dringend notwendig. Zweitens:Sowohl Erfolg zu haben, als auch zu verlieren, ist OK. Drittens: Wir brauchen mehr Mut zum Risiko und weniger Sicherheitsdenken. Viertens: Wirtschaft sollte bereits an der Grundschule unterrichtet werden.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Bei Umwelttechnologien.

Welche Technologien haben Deiner Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Nanotechnologien, neue Materialien und natürlich Energiealternativen.

Wenn Du einen einzigen Tip an Start-Ups geben könntest, wie würde er lauten?
Think BIG!

Wenn Du einen einzigen Tip an Venture Capitalists geben könntest, wie würde er lauten?
Mehr in Early-Stage-Unternehmen zu investieren.

Wie genießt Du den Sommer?
Auf dem See beim Wasserskifahren und Schwimmen.

Jean-Pierre, vielen Dank für das Interview.



10 Fragen an Urs Kappeler
19. Juli 2006, 4:15 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: 10 Questions

Unter dieser neuen Rubrik stellen wir interessanten Menschen in unserem Umfeld 10 Fragen und bitten um möglichst spontane Antworten.

Den Anfang macht Urs Kappeler, Geschäftsführer des E-Towers der HTW Chur, also der Churer Hochschule für Technik und Wirtschaft. Der E-Tower ist eine Einrichtung der HTW. Hier wird über Unternehmertum nicht doziert, vielmehr wird Unternehmertum gelebt, denn der E-Tower ist eines von zwei Startup-Zentren im Kanton Graubünden, die sich mit Rat und Tat für die Gründung junger Innovationsunternehmen einsetzen.

Urs, was ist die größte Herausforderung in Deinem Job?
To be „politically correct“!

… und was ist die größte Befriedigung bei Deiner Tätigkeit?
Das Arbeiten für Menschen mit Menschen.

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Dir das Leben wesentlich erleichtern?
Ich weiß nicht, ob man das als Innovation bezeichnen kann: Eine Pille gegen Profilneurosen!

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Deinen Augen eher überflüssig?
Das E-Mail und/oder das Handy.

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Innovation noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
Europa hat Defizite bei der Sensibilisierung für das Unternehmertum an der Basis, das heißt, es wäre wünschenswert, Kinder und Jugendliche bereits in jungen Jahren für das Unternehmertum zu begeistern. Worin sind uns die USA noch überlegen? In der Förderung der Kreativität und des Selbstwertgefühls.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Im Generieren von Ideen, leider jedoch nicht bei deren Realisierung…

Welche Technologien haben Deiner Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Biotechnologie und Information Science.

Wenn Du einen einzigen Tip an Start-Ups geben könntest, wie würde er lauten?
Venture Capitalists pflegen zu sagen: “We invest in management, not in ideas.” Die Zusammensetzung der Gründungsmitglieder ist wohl das wichtigste Element, um eine Start-up Unternehmung zum Erfolg zu führen.

Hast Du ein Erfolgsrezept und verrätst Du es uns?
„Believe in a place called hope!“

Wie genießt Du den Sommer?
Mit dem Abarbeiten meiner Pendenzen. Und mit einem kühlen Bad irgendwo in einem Bergsee, weit weg von allen Kommunikations- instrumenten.

Urs, vielen Dank für das Interview!