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Wenn Sie glauben, den schlimmsten Anstieg der Datenflut bereits erfolgreich bewältigt zu haben, täuschen Sie sich gewaltig. Das Marktforschungsinstitut IDC hat heute seine im Auftrag von EMC erarbeitete Schätzung für die Entwicklung der weltweiten Datenmenge in den Jahren 2006-2010 vorgelegt. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Sie sollten ein paar Festplatten mehr einplanen.
Die u.a. von Spiegel Online und Stern zitierte Studie gelangt zu dem Ergebnis, dass die Menschheit bis 2010 insgesamt 988 Milliarden Gigabyte an digitalen Informationen zusammengetragen haben wird. Das entspricht dem sechsfachen der heute weltweit digital gespeicherten Datenmenge. Und schon 2006 hatten wir die stolze Summe von 161 Exabyte, also 161 Milliarden Gigabyte an Informationen angehäuft. 161 Milliarden Gigabyte, das entspricht etwa 161.000.000.000.000.000.000 Bytes.
Sie können sich unter all diesen Zahlen nichts vorstellen? Dann geht es Ihnen so wie mir oder der österreichischen Zeitung Der Standard, die heute aus Verwirrung über all diese großen Zahlen davon sprach, die Welt würde im Jahre 2010 knapp 1 Milliarde Gigabyte an Daten speichern. In Wirklichkeit sind es aber 1 Billion Gigabyte. Vielleicht hilft ein Vergleich, um Ihnen die unglaubliche Menge an Informationen zu verdeutlichen: Die Menge der heute elektronisch verfügbaren Daten entspricht nach Angaben von Spiegel Online dem dreieinhalbmillionenfachen der Informationsmenge, die je in geschriebenen Büchern veröffentlicht wurde. Im Jahre 2010 entspricht die digital gespeicherte Informationsmenge dem einundzwanzigmillionenfachen dessen, was jemals in allen Büchern der Welt an Informationen enthalten war.
OK. Einmal tief durchatmen. Was bedeutet das im Detail?
Nun, das bedeutet, dass die Datenmenge bis 2010 jedes Jahr um 57% ansteigen wird. Besonders kritisch ist die Entwicklung bereits heute bei eMail: Gab es im Jahre 1998 „nur“ 253 Millionen Mailaccounts, waren es 2006 bereits 1,6 Milliarden Accounts. Im selben Zeitraum stieg allerdings die Menge an gesendeten Mails dreimal schneller an: Im Jahre 2006 betrug allein die Menge an eMail, die in diesem Jahr versendet wurde, 6 Exabyte, also 6 Milliarden Gigabyte.
IDC schätzt darüber hinaus, dass mittlerweile mehr als 95% aller weltweit verfügbaren Daten unstrukturiert, also nicht in Datenbanken gespeichert sind. Und selbst bei den Unternehmensdaten, bei denen der Anteil an Datenbankdaten vergleichsweise hoch ist, machen die unstrukturierten Daten immer noch mehr als 80% aus.
IDC hat noch weitere Analysen der weltweiten Datenmenge vorgenommen. Eine Zusammenfassung finden Sie hier, die Summary des Reports (PDF, 656 KB) und der vollständige Report (PDF, 1,88 MB) sind bei EMC als Download verfügbar – und sehr lesenswert. Die acht wichtigsten Kernaussagen haben wir anhand der IDC-Charts hier zu einer knapp 2-minütigen Flashpräsentation zusammengefasst.
Denken Sie immer noch, Sie hätten die Datenflut bereits hinter sich? Wenn man einmal davon absieht, dass allein der Bedarf an Speichermedien drastisch zunehmen wird, sprechen vor allem die ansteigende eMail-Flut sowie der Umstand, dass vier Fünftel aller Daten unstrukturiert sind, eine deutliche Sprache: Die Zeit, die Sie mit der Organisation von Information und der Suche nach Informationen zubringen, wird deutlich zunehmen. Datenbanken werden Ihnen in diesem Zusammenhang keine große Hilfe sein, da es ja um unstrukturierte, also solche Daten geht, die für die Speicherung in Datenbanken nicht gut geeignet sind.
Wir denken, dass IDC mit dieser Studie verdeutlicht hat, dass die Zukunft der Datenorganisation der Suchtechnologie gehört. Vielleicht ist es an der Zeit, aus diesem Anlass einmal über Desktop Search oder Enterprise Search Lösungen von Svizzer nachzudenken? Oder wollen Sie wirklich in der Datenflut ertrinken?
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