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Jetzt geht’s erst richtig los: Google wildert im angestammten Microsoft-Terrain, den Desktop-Applikationen rund um den Officebetrieb.
Es begann sich ja bereits im März 2006 mit dem Kauf der Online-Textverarbeitung Writely durch Google und der Entwicklung des Online-Kalenders CL2 abzuzeichnen. Im Juni 2006 folgte die Ergänzung um eine Online-Tabellenkalkulation. Letztere wurde sodann mit der Textverarbeitung zu dem kostenlosen Produkt “Google Docs & Spreadsheets” zusammengefasst, einem Tool, das sich vor allem auch dadurch auszeichnet, dass die Zusammenarbeit mehrerer Benutzer am gleichen Dokument gut unterstützt wird.
Parallel hierzu gab Google Gmail, Google Talk und den Online-Kalender als Bestandteil der “Google Apps for your Domain” als kostenlosen Dienst heraus.
Mit “Google Apps Premier Edition” legt Google aber jetzt noch einmal kräftig nach und zielt damit auf Geschäftskunden ab, denen eine nunmehr annähernd vollständige Office-Suite online zum Preis von 38 Euro pro Jahr angeboten wird: Man nehme Gmail, Google Talk, Google Calendar, Google Docs & Spreadsheets und ergänze das Paket durch Google-Hosting und 10 GB Speicherplatz pro Benutzer, und fertig ist das Angebot, das übrigens bis zum 30. April kostenlos getestet werden kann.
Microsoft wird das gar nicht lustig finden, hat MS doch mit Microsoft Office Live diesem Angebot kaum mehr als Email und ein wenig Webspace entgegenzusetzen. Steve Ballmer, der noch anlässlich des Vista-Launches angekündigt hat, man wolle nun Google im Websuchbereich angreifen, wird damit vermutlich sein Statement noch einmal überdenken müssen, zumindest bis klar ist, wer hier wen angreift.
Ach ja, eine Online-Präsentationssoftware als Pendant zu Powerpoint fehlt Google nach wie vor im Sortiment. Man darf gespannt sein, wann diese Lücke geschlossen wird…
Andere Quellen: Heise, Golem, Silicon.de, Inside-IT, Netzwoche, TechCrunch
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