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Die Netzwoche nennt anlässlich eines Interviews mit Urs Hölzle , Google’s VP Operations, den Umsatzanteil von Werbung an Google’s Gesamtumsatz. Er liegt im Jahre 2005 bei schlappen 98,9%. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Google mit allen anderen Aktivitäten zusammen immerhin 1,1% ihres Umsatz macht. Darunter sind dann auch Lizenzen für Software. Z.B. Lizenzen für Google Search Appliance und Google Mini.
Es ist – selbst für uns, die wir uns damit nun schon lange beschäftigen – immer wieder erstaunlich, dass mit Werbung im Internet so abartig viel Geld gemacht wird. In absoluten Zahlen sind das bei Google letztes Jahr knapp über 6 Milliarden Dollar gewesen. Da fragt man sich, wer (ausser natürlich den Suchmaschinen selbst) diese Werbung wirklich will oder gar braucht. Sind es die Werbetreibenden? Die Konsumenten? Klicken z.B. Sie, ja genau Sie, auf Sponsored Links oder sonstige Werbung im Internet? Freuen Sie sich, dass Sie jetzt endlich auch auf Ihrem Mobiltelefon Werbung empfangen können? Was genau passiert eigentlich mit Ihren Daten in diesem Zusammenhang? Kann man die gut verkaufen und wenn ja, an wen? Das alles macht nachdenklich. Vielleicht sollten wir doch Werbung schalten und Profile anlegen. Es scheint lukrativ zu sein.
Zum Vergleich: Der Anteil des Werbeumsatzes am Gesamtumsatz von G10 Software AG lag in den vergangenen drei Jahren exakt bei 0,0%. Der Anteil von Softwarelizenzen am Gesamtumsatz lag demgegenüber konstant bei 100,0%. Das liegt daran, dass wir um die bestmögliche Entwicklung von Software bemühen und dass wir Werbung nicht mögen. Und das wird auch so bleiben.
Um so witziger finden wir übrigens die immer wieder vor allem von Venture Capitalists gern gestellte Frage, ob Google zu unseren Wettbewerbern gehört. Unsere mittlerweile fast stereotype Antwort, dass Google Werbung verkauft und wir Software, überzeugt nicht immer. Die Unterschiede sind scheinbar nicht so klar. Vielleicht liegt das daran, dass wir zu wenig keine Werbung für unsere werbefreien Lösungen machen, aber wenn wir das täten, wäre das ja auch völlig inkonsequent, oder etwa nicht?
In diesem Kontext: Wir werden immer wieder darauf angesprochen, dass auf unserer Website keine Kundenlisten oder Referenzen verfügbar sind. Das ist natürlich kein Zufall, sondern hat einen Grund und dieser ist eng mit unserer oben genannten Abneigung gegen Werbung verknüpft: Unsere Kunden haben teilweise sehr klangvolle Namen, die sicher äusserst werbewirksam wären. Aber es sind eben die Namen unserer Kunden und wir möchten uns nicht mit fremden Federn schmücken. Auch dann nicht, wenn es alle anderen tun. Auch da sind wir nun einmal eigen.
Denjenigen unter Ihnen, die das schätzen, anstatt sich auf Referenzen Ihrer Wettbewerber zu verlassen, verdanken wir unseren Erfolg. Es sind unsere treuen Kunden und überzeugten Anwender und natürlich vor allem diejenigen unter Ihnen, die uns weiter empfehlen, weil Sie mit unserer SVIZZER-Software zufrieden sind. Vielleicht gründet sich Ihre Zufriedenheit ja nicht nur auf die Qualität unserer Software, sondern auch ein wenig darauf, dass Sie wissen, dass wir mit Ihrem guten Namen ebenso behutsam umgehen wie mit Ihren Daten. Wir würden uns sehr freuen, wenn das so wäre, denn das gäbe uns die Zuversicht, das Richtige zu tun – und nicht nur das, was den grössten Umsatz gewährleistet.
Weil wir gerade darüber sprechen, dass Richtige zu tun: Demnächst werden wir uns verstärkt auch um die Suche im Internet kümmern. Wir haben SVIZZER ursprünglich entwickelt, weil wir mit der Art und Weise der Suche nach Daten auf dem eigenen PC und im eigenen Netzwerk unzufrieden waren. In den knapp drei Jahren, die wir uns nun mit diesem Thema beschäftigt haben, konnten wir auch unsere Vorstellung von einer besseren Suche im Internet in ein klares Konzept giessen. Warum suchen wir eigentlich immer über das gesamte Internet oder umgerechnet 10 Milliarden Seiten, wenn wir genau wissen, dass annähernd 85% des Internets mittlerweile nur noch Müll sind und der Grossteils des Rests für die jeweilige Suche völlig irrelevant? Unsere Überzeugung ist: Das muss auch anderes gehen. Das Ergebnis unserer Arbeit können Sie demnächst als neue Version von SVIZZER downloaden und – natürlich weiterhin auch in einer kostenfreien (und werbefreien) Version – nutzen. SVIZZER wird Ihnen dann die Möglichkeit bieten, Ihren Suchraum selbst zu definieren. Sie haben Ihre Lieblingsseiten, die Sie immer wieder aufsuchen, um sich über die Themen Ihrer Wahl zu informieren? Wunderbar, denn dann werden Sie sich vielleicht darüber freuen, wenn Sie diese Seiten (oder beliebige andere) zu „Suchmaschinchen“ zusammenfassen können, um Ihre Suchen optional nur auf diese von Ihnen bevorzugten Seiten zu erstrecken. Näheres hierzu demnächst in diesem Theater.
So. Jetzt haben Sie aber lange genug ohne Werbung durchgehalten und sich mit Prozenten herumgeschlagen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
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Not Sponsored Link: Dieser Beitrag wurde geschrieben mit freundlicher Unterstützung von Cederberg, einem Weingut aus Südafrika, dessen 14%igen Cabernet Sauvignon 2003 (mit Anklängen von Pflaume, Minze und Vanille) Sie vielleicht wirklich einmal probieren sollten. Zumal dann, wenn Sie Rotwein mögen und/oder an Blogs schreiben.
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