Gespeichert unter: 10 Questions
Unter dieser Rubrik stellen wir interessanten Menschen in unserem Umfeld 10 Fragen und bitten um möglichst spontane Antworten. Nach Nicolas Berg durften wir heute auch Peter Schüpbach interviewen.
Auch Peter Schüpbach (hier sein Blog) ist einer der ganz Grossen der Gründerszene. Peter war seit 2001 CEO von GenevaLogic, deren Chairman er heute ist. Daneben ist er in eine Reihe von Startups involviert und Board-Mitglied verschiedener Organisationen. Letztes Jahr ist Peter von ASBAN (Schweizer Business-Angel Vereinigung) zum “Business-Angel des Jahres” gewählt worden. Er begann seine Karriere im Jahre 1986 als Mitbegründer von Miracle Software AG, deren CEO er länger als ein Jahrzehnt war. In den 14 Jahren seiner Tätigkeit machte er Miracle zu einer Gesellschaft mit mehr als 350 Mitarbeitern in 5 Ländern. 1998 wurde er in den Aufsichtsrat von softNet gewählt, einer Initiative des Bundesamts für Bildung und Technologie. Peter ist auch einer der unlängst gewonnenen Investoren von Hitflip.
Peter, was ist die größte Herausforderung in Deinem Job?
Immer wieder die richtigen Prioritäten zu setzen. In einem stark wachsenden Unternehmen ist das manchmal schwierig. Mir ist die Entwicklung unserer Unternehmenskultur sehr wichtig. Als schweiz-amerikanisches Unternehmen ist das eine tägliche Herausforderung.
… und was ist die größte Befriedigung bei Deiner Tätigkeit?
Mit dem Team eine ausserordentliche Leistung zu erzielen und gemeinsam zu gewinnen!
Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Dir das Leben wesentlich erleichtern?
Eine Zeitmaschine, die uns mehr Zeit pro Tag, Stunde geben würde…
… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Deinen Augen überflüssig?
MMS – aber da bin ich wohl zu alt dazu…
Wo muß Europa im Zusammenhang mit Innovation noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
Das ist ein sehr vielschichtiges Thema und man könnte einen ganzen Aufsatz darüber schreiben. Ich denke, dass Europa generell im Bereich ICT-Innovationen (da kann ich es am besten beurteilen) viel aufgeholt hat. Die Euphorie 1999/2000 hat glaube ich bezüglich Risikoaffinität und Innovation einiges bewegt. Es gibt heute in Frankreich, Deutschland und andersswo in Europa vielversprechende Initiativen – gerade beispielsweise im Web 2.0 Umfeld. Die Schweiz muss da schauen, dass sie den Anschluss nicht verliert – dafür setze ich mich ein.
Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Im Bereich Mobile und Kommunikationsanwendungen.
Welche Technologien haben Deiner Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Die ganzen Web 2.0 Anwendungen und die neuen Trends hin zu Semantischen Netzen haben ein enormes Potential. Die richtigen, nutzenbringenden Services finden heute die kritische Masse auf dem Netz und haben dadurch ein enormes Marktpotential.
Wenn Du einen einzigen Tip an junge Unternehmen geben könntest, wie würde er lauten?
Kämpfen, kämpfen, kämpfen…
Hast Du ein Erfolgsrezept und verrätst Du es uns?
Ich bin leidenschaftlicher und optimistischer Unternehmer. Dadurch packe ich alles im Unternehmen oder auch bei Start-ups, die ich betreue, mit viel Engagement und Passion an.
Wie genießt Du den Spätsommer?
Ich trainiere für meinen vierten New York Marathon und bin dadurch viel draussen in der Natur. Zudem freue ich mich darauf, im Herbst mit meiner Familie noch ein paar Tage Ferien zu machen.
Peter, vielen Dank für das Interview!
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