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Zur Wochenmitte ein paar Neuigkeiten aus der Welt der Suchmaschinen:
Google kauft Google
Wahrscheinlich nicht ernst gemeint, dafür aber recht lustig und im Spiegel erwähnt: Die Künstlergruppe ubermorgen.com (nicht über den krassen Sound erschrecken!) hat ein Projekt aufgesetzt, das Anzeigeneinnahmen, die mit Google’s AdSense erzielt werden, für den Kauf von Google-Aktien eingesetzt werden. Das Projekt heisst: „GWEI - Google will eat itself“. Google wird sich davon derzeit noch nicht bedroht fühlen, denn nach dem aktuellen Stand dauert es noch knapp 202 Millionen Jahre, bis auf diesem Wege alle Google-Aktien gekauft wurden.
Google bietet Zugang zu Zeitungsarchiven
Hiervon unbeeindruckt setzt Google einen neuen Service auf und bietet nun im Rahmen von Google News auch den Zugang zu historischen Verlagsarchiven an, die dem Anwender das Stöbern in bis zu 200 Jahre alten Publikationen ermöglichen soll. Der Dienst heisst Archive Search. Wie schon vor kurzem im Zusammenhang mit Google Books beanstandet, ist auch dieser Dienst derzeit auf amerikanische Angebote konzentriert. Anders als viele neue Angebote ist dieser Dienst zwar nicht als Beta gekennzeichnet, aber trotzdem nicht ganz fehlerfrei. Eine Suche nach deutschen Publikationen zu Ludendorff im Zeitraum zwischen 1900 und 1940 führte z.B. zu einem Treffer aus “Die Zeit” aus dem Jahre 1924. Die Zeit wurde aber erst 1946 gegründet. Google Archive Search verwechselt hier wohl den Publikationszeitraum mit dem Berichtszeitraum. Weitere Details zu diesem neuen Service bei Heise und TechCrunch.
Quaero bekommt 400 Millionen Euro
Das ehrgeizige französisch-deutsche Suchmaschinenprojekt Quaero soll mit dem stolzen Betrag von 400 Millionen Euro ausgestattet werden, schreibt Heise unter Bezugnahme auf eine Verlautbarung von Wolfgang Wahlster, die dieser namens des Quaero-Konsortiums ausgegeben hat. Quaero hat sich eine Menge vorgenommen und will im Rahmen des straffen Programms auch gleich das Semantische Web aufbauen. Gelegentliche Äusserungen, Quaero solle als “Google-Killer” die Vormachtstellung von Google im Suchmaschinenmarkt beenden, begegnet man mit der Feststellung, dass Google noch „im Web-1.0-Zeitalter verhaftet sei“. Das soll wohl bedeuten, dass Google kein ernst zu nehmender Konkurrent für Quaero sei und lässt darauf schliessen, dass es dem Quaero-Konsortium nicht gerade an Selbstbewusstsein mangelt. Dafür aber nach wie vor an einer Website, die man auch als Web 2.0-Unternehmen immer noch benötigt, um seine Anwender zu erreichen. Wenigstens dafür sollten die 400 Millionen Euro ja wohl reichen…
ChaCha lässt Menschen antworten
Mit einem äusserst interessanten Ansatz sorgt ChaCha für Schlagzeilen. Die Suchmaschine lässt ihren Anwendern die Wahl, ob sie ihre Suchergebnisse maschinell beantwortet haben möchten oder die Frage lieber einem Guide stellen möchten, der sich dann um die Beantwortung der Frage kümmert. ChaCha verfügt nach eigenen Angaben bereits über 2.500 Guides, die für ihre Tätigkeit entlohnt werden. Das Konzept begeistert nicht nur uns, sondern findet auch das Interesse von Silicon.de, John Battelle und Hans Fischer von unserem Partner Rolotec, der darüber im Roloblog berichtet.
Combots jetzt live
Vor ein paar Wochen berichteten wir über den neuen Dienst Combots, der nun live getestet werden kann. Michael Arrington von TechCrunch findet keinen besonderen Gefallen an den Avataren und bringt das hier auch klar zum Ausdruck. Wenn Sie sich selbst ein Bild möchten, können Sie sich hier für einen Testzugang anmelden.
Nicht mit uns, Jungs!
Heute werden die schweizer IT-News von der Mitteilung beherrscht, dass der Rechtsstreit um die Domains schweiz.ch, suisse.ch und svizzera.ch beendet ist und die Domains per Ende November 2006 gegen eine Ausgleichszahlung von 50.000 Franken an die Eidgenossenschaft übergehen. Bei “svizzera.ch” haben wir natürlich etwas geschluckt, aber zu unseren grossen Freude hat man uns bisher nicht um Rückgabe von svizzer.ch gebeten. Und jetzt hat der Bund ja mit den neuen Domains ausreichende Möglichkeiten, dort sein Informationsangebot zu veröffentlichen. Mehr hierzu bei Computerworld, Inside-IT, Netzwoche und auf schweiz.org.
Schöne Woche noch!
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