Svizzer Blog


Ankündigung: Svizzer OCR
25. September 2006, 12:59 Uhr nachmittags
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Wer SVIZZER im professionellen Umfeld einsetzt, wird sich vielleicht über unser neues Produkt freuen, das wir gemeinsam mit unserem Partner René Faigle AG entwickelt haben: SVIZZER OCR ist unser neuestes Produkt, das wir bereits in wenigen Tagen veröffentlichen werden. Was ist SVIZZER OCR, was kann das Produkt und an wen wendet es sich?

SVIZZER OCR beruht auf unserer SVIZZER-Technologie. Das Produkt arbeitet eng mit der Scan- und OCR-Software Digidocflow zusammen, die speziell für Multifunktionsgeräte des Herstellers Ricoh- bzw. Nashuatec entwickelt wurde. Multifunktionsgeräte anderer Hersteller werden von SVIZZER OCR nicht unterstützt.

Dokumente, die Sie mit den Multifunktionsgeräten der vorgenannten Hersteller unter Verwendung von Digidocflow-Software scannen und OCR lesen, werden von SVIZZER OCR nicht nur im Volltext indexiert und stehen Ihnen dadurch zur Suche im Volltext zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie im Zusammenspiel mit Digidocflow und SVIZZER OCR auf dem Multifunktionsgerät Dokumente auch kategorisieren. Die Kategorien stehen Ihnen in SVIZZER OCR sodann als Filterkriterien und als Dateitypen zur Verfügung.

Ein Beispiel: Sie sind Inhaber einer Anwaltskanzlei. Sie möchten eingehende, papiergebundene Dokumente scannen, OCR lesen und anhand der Mandantennummern mit einem Klassifizierungsmerkmal versehen. Ferner wollen Sie beim Scannen den Dokumententyp festlegen, um später besser danach suchen zu können. Sie würden also unter Verwendung unserer Lösung beim Scannen des Dokuments diesem zwei sogenannte Metatags mitgeben, die Mandantennummer (z.B. “12345″) und den Dokumenttyp (z.B. “Urteil”). Inhalt und Anzahl der Metatags werden von Ihnen nach Ihren Anforderungen definiert, ferner werden die Metatags mit dem gescannten Dokument verbunden und an SVIZZER OCR übergeben.

In SVIZZER OCR steht Ihnen sodann nicht nur der gesamte Volltext des Dokuments mit den gewohnten Filtern von SVIZZER zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie in unserem Beispiel auch nach “Mandantennummer” und “Dokumententyp” filtern, was Ihnen die Suche insofern erleichtert, als Sie sich z.B. auch alle Dokumente je Mandant und alle Dokumente eines bestimmten Dokumenttyps anzeigen lassen können.

SVIZZER OCR wird ab Anfang Oktober über die René Faigle AG, unseren Exklusivpartner für die Schweiz, ausgeliefert. Für technische und Preisanfragen zu SVIZZER OCR für den Einsatz in der Schweiz wenden Sie sich bitte an Herrn André Tasca oder +41 44 3084343.

Bei Anfragen an G10 Software AG zu SVIZZER OCR wenden Sie sich bitte an unsere Info-Mail oder rufen Sie uns an unter +41 81 2863670.

Ankündigung Svizzer OCR



Svizzer und Windows Vista
25. September 2006, 11:50 Uhr vormittags
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Wenn Sie überlegen, künftig Windows Vista als Betriebssystem einzusetzen, dann haben wir heute eine gute Nachricht für Sie: Svizzer läuft unter Windows Vista!

Stephanie, eine der Entwicklerinnen in unserem Softwareteam, hat in den vergangenen Tagen die Kompatibilität von Svizzer 3.4 mit Windows Vista überprüft und gelangt zu dem Ergebnis, dass unser Suchclient in allen Editionen mit Windows Vista (in der Fassung des Release Candidates 1) kompatibel ist.

Vielen Dank, Stephanie, für die Tests und das positive Testergebnis!

Svizzer und Windows Vista



Eine Woche mit Averatec und OpenOffice
25. September 2006, 11:38 Uhr vormittags
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Im Rahmen eines grossen Projekts, über das wir in Kürze mehr berichten werden, haben wir die vergangene Woche einmal unser Arbeitsgerät ausgetauscht. Statt eines IBM-T41-Notebooks mit Microsoft Office 2007 Beta hatten wir von Averatec Notebooks der 4300-Serie im Test, auf die wir die kostenfreie OpenOffice-Suite 2.0.3 installiert hatten, die mit Unterstützung von Sun Microsystems als Freeware zur Verfügung steht. Konsequenterweise wurde das System mit Mozilla Firefox 1.5 als Browser, Mozilla Thunderbird 1.5 als Email-Client, Skype 2.6 Beta als VoIP-Lösung und Apple iTunes 7 ausgerüstet - und natürlich mit Svizzer 3.5 Beta. Bis auf das Betriebssystem (Microsoft XP Home) hatten wir damit das Notebook weitgehend und ziemlich radikal von Microsoft-Produkten befreit.

Das Averatec-Notebook erwies sich als erfreuliche Überraschung: Mit ziemlich genau 2 Kilo ein Leichtgewicht und dabei voll ausgestattet mit allem, was man heutzutage im Business-Umfeld benötigt. Darüber hinaus sehr leise und sehr schnell dank des Intel Duo-Core Prozessors mit 1,66 GHz, mit gestochen scharfem 13,3″-WXGA-LCD-Display, 1GB DDR2-RAM, 80 GB-Festplatte und DVD-Brenner.

Und jetzt zur Software. Die gute Nachricht vorweg: Es muss nicht immer Microsoft sein! Die Konfiguration des schnellen Averatec-Notebooks mit ausschliesslich kostenfreier Software machte und macht richtig Spass. Über Firefox und Skype muss man ja wohl nicht allzu viele Worte verlieren, denn die Popularität dieser Produkte spricht für sich. Um ehrlich zu sein, hatten wir aber bislang immer den Eindruck, die OpenOffice-Suite sei im Vergleich zum Vorbild von Microsoft ein eher minderwertiges Produkt. Eine Woche im Test hat uns allerdings davon überzeugt, dass OpenOffice in der Version 2.0.3 (2.0.4 steht übrigens als RC zur Verfügung) auch für Profis eine wirklich erwägenswerte Alternative zu den Microsoft-Produkten ist. Die Programme der OpenOffice-Suite sind in Benutzung und Leistungsumfang sehr stark denen des Marktführers angenähert und auch die in früheren Versionen von OpenOffice bemängelte (teilweise) Inkompatibilität mit Microsoft-Formaten beanstandeten Kinderkrankheiten sind mittlerweile überwunden. Selbst die Konvertierung von Powerpoint-Präsentationen in OpenOffice Impress funktionierte in annähernd allen Fällen ohne den Verlust von Formatierungsinformationen.

OpenOffice ist sehr stabil, sehr schnell und angenehm zurückhaltend im Umgang mit den Ressourcen unserer Testumgebung. Es gab in der vergangenen Woche nicht eine einzige Aufgabe, die nicht mit den OpenOffice-Produkten Writer, Calc und Impress hätte gelöst werden können.

Damit stellt sich sehr schnell die Frage, in welcher Disziplin Microsoft im Office-Bereich gegenüber OpenOffice die Nase vorn hat, was sinnvolle und wirklich nützliche Funktionen betrifft. Das führt zugleich auch zu der einzigen Schattenseite unserer Testumgebung: Es gibt derzeit kein wirkliches Pendant zu Microsoft Outlook. Selbstverständlich ist Mozilla Thunderbird ein wirklich bemerkenswert einfach zu bedienender und überdies sehr sicherer Email-Client, das ist keine Frage. Aber - zumindest im Moment - fehlen für den professionellen Einsatz Kontakte, Kalender und Aufgaben, eben all das, was Outlook dem Benutzer über die reine Mailfunktion hinaus bietet.

Heute bei Heise fand sich eine Nachricht, die darauf hindeutet, dass sich das in Zukunft ändern könnte. OpenOffice soll künftig mit Mozilla Thunderbird und dem derzeit noch in der Entwicklung befindlichen Projekt Mozilla Lightning integriert werden. Spätestens dann sollte OpenOffice eine wirklich vollwertige Alternative zu Microsoft Outlook darstellen.

Resummée: Gutes muss nicht zwingend auch teuer sein. Wer Business-Leistung zum Economy-Tarif möchte, der ist gut beraten, einmal das Produktangebot jenseits der bekannten Marken zu prüfen. Das gilt schon länger für Hardware, jetzt aber auch für Business-Software.

Eine Woche mit Averatec und OpenOffice



Suchmaschinen-News
25. September 2006, 10:27 Uhr vormittags
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Business Week über Klickbetrug
Search Engine Watch beschäftigt sich eingehend mit dem Titelbericht von Business Week über Klickbetrug und zeigt darüber hinaus einige interessante Aspekte zu diesem Thema auf, die sehr zu denken geben. Kann es sein, dass Klickbetrug von den Suchmaschinenbetreibern bislang ein wenig zu sehr unter den Teppich gekehrt wurde?

Google hat Ärger in Belgien
So ganz eindeutig scheint sie nicht zu sein, die Rechtsprechung zur Veröffentlichung von urheberrechtlich geschützten Artikeln und Nachrichten durch Suchmaschinen. Die Betreiber von Suchmaschinen behaupten zwar immer wieder gerne, sie würden diese Artikel nicht “veröffentlichen”, sondern nur “darauf verweisen”, das scheint aber zumindest die belgischen Gerichte nicht überzeugt zu haben: Google erscheint in Belgien nun mit der von Copiepress erstrittenen richterlichen Verfügung im Footer. Im November geht das Gerichtsverfahren dann in die nächste Instanz (Quelle: Heise).

YouTube in den Tagesthemen
Es überrascht nicht weiter, dass die Übernahmegerüchte rund um YouTube z.B. in Michael Arrington’s TechCrunch Erwähnung finden. Dass es YouTube nun aber auch in die Tagesthemen schafft, zeigt mehr als deutlich, dass Web 2.0 nun wirklich in aller Munde ist.

Monitor 110 sucht Blogs nach Trends ab
Das bestätigt auch das Venture Monitor110, über das ebenfalls bei TechCrunch vor kurzem berichtet wurde. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Blogs und das Deep Web automatisiert nach finanzrelevanten Informationen abzusuchen. Die Ergebnisse der Suche sollen Fonds und anderen institutionellen Anlegern helfen, Kauf- und Verkaufentscheidungen über Wertpapiere auf der Grundlage von Echtzeitinformationen zuverlässiger treffen zu können. Auch die FTD berichtete vor kurzem über dieses Vorhaben. Hans, vielen Dank für den Link zur FTD!

Suchmaschinen-News



10 Fragen an Marcus Moser
18. September 2006, 9:41 Uhr nachmittags
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Wir wechseln komplett die Branche und den Fokus und wenden uns mit unseren 10 Fragen an Marcus Moser. Marcus Moser ist Fondsberater des Falken Fonds Cash & Value, ein international investierender Aktienfonds, der etwas mehr als drei Jahre existiert und in dieser Zeit seinen Wert knapp verdoppelt hat. Marcus Moser hat BWL studiert und eine ausgeprägte Affinität zu Asien, was nicht weiter verwunderlich ist, wenn man weiss, dass er einen Teil seiner Studienzeit dort verbracht hat.

Für Marcus Moser haben wir unsere “10 Fragen” behutsam angepasst, damit sie besser zu seiner Tätigkeit passen.

Marcus, was ist die größte Herausforderung in Ihrem Job?
Bei Aktien immer billig zu kaufen und teuer zu verkaufen.

… und was ist die größte Befriedigung bei Ihrer Tätigkeit?
Besser als die anderen zu sein, gut tut ein tägliches Kursplus beim Falken Fonds.

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Ihnen das Leben wesentlich erleichtern?
Kürzere Flugzeiten, was aufgrund der Verschärfungen der Sicherheitsvorkehrungen auf Flughäfen wohl eher nicht zu erwarten ist. „Beam me up, Scotty!“ läßt somit weiter auf sich warten…

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Ihren Augen überflüssig?
Die zunehmende Technisierung und Verchipisierung unserer Gesellschaft und damit einhergehend der Verkehrsmittel.

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Wertpapieren noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
Die Politik muss ihre kapitalmarktfeindliche Gesinnung aufgeben. Europa muss mehr zusammenrücken, der Euro ist hierzu ein Anfang und ein erster Schritt. Schwarze Schafe müssen viel härter bestraft werden, die aktuelle Rechtsprechung ist ein Witz.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Europas Aktienmärkte sind billiger, nur wissen das zu wenige.

Welche Technologien haben Ihrer Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Technologien, die sprachübergreifend eingesetzt werden können. Interessant sollte auch die Medizintechnik sein, denn es wird mehr und mehr ältere Menschen in unseren Breitengraden geben.

Wenn Sie einen einzigen Tip an Anleger geben könnten, wie würde er lauten?
Immer in steigende Kurse nachkaufen, nicht in fallende.

Haben Sie ein Erfolgsrezept und verraten Sie es uns?
Aus Fehlern lernen und kosmopolitisch denken und leben. Das bedingt viel zu reisen.

Wie genießen Sie den Spätsommer?
In Augsburg: eine Abkühlung im Ilsesee bei Königsbrunn; im Spätsommer/Herbst Aufenthalte in Südostasien.

Marcus Moser, vielen Dank für das Interview!

10 Fragen an Marcus Moser



BarCamp Zürich am 28.10.
14. September 2006, 9:58 Uhr vormittags
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Am Samstag, 28.10., findet von 10.00 bis 18.00 Uhr in der ETH Zürich das BarCamp Zürich statt, ein auf dem Gedanken der OpenCommunity beruhendes, zwangloses Zusammentreffen überwiegend technikaffiner Menschen. Was genau ein BarCamp ist, sehen Sie auf den Seiten von BarCamp.org.

Auf der Seite von BarCamp Zürich erfahren Sie natürlich auch, wer sich bereits angemeldet hat. Ferner können Sie sich dort auch gleich zur Teilnahme anmelden und den Organisatoren mitteilen, ob Sie bei der Organisation helfen, einen Vortrag halten oder einfach nur dabei sein wollen. Die Teilnahme ist kostenlos, aber sicher nicht umsonst!

Corsin, vielen Dank für Hinweis und Einladung. Wir sehen uns spätestens dort.

BarCamp Zürich am 28.10.



G10 gehört zu “Top 50 Ventures”
14. September 2006, 12:22 Uhr vormittags
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Wir hören immer wieder, dass wir in unserem Blog zu wenig über SVIZZER und G10 Software schreiben. Deswegen gibt es heute gleich den zweiten Artikel, der sich mit Dingen beschäftigt, die nur uns betreffen und nicht die grosse, weite Welt der internationalen Suchindustrie.

Etwas eher am heutigen Tag hat mir einer meiner lieben Kollegen aus Chur mitgeteilt, dass G10 Software AG im “Private Equity Magazin” als eines der 50 besten Wachstumsfirmen der Schweiz erwähnt ist. Ich habe das Magazin noch nicht gelesen, aber wir sollen auf Platz 46 gelandet sein, was uns alle sehr freut, denn das ist eine Auszeichnung, auf die wir stolz sind, denn das mittlerweile 14 Personen umfassende Team hat in den letzten drei Jahren wirklich viel gearbeitet, viel gelitten, viel ausgehalten und - wie sich nun zeigt - auch viel geleistet, was ich bei aller Bescheidenheit einmal so in den Raum stellen möchte.

Ich habe den Artikel im Private Equity Magazin nur deshalb noch nicht gelesen, weil das Magazin nicht online verfügbar ist, ich aber gerade in Starnberg bin, wo ich das Magazin aus der Schweiz leider nicht kaufen kann. Beim Suchen im Web bin ich übrigens auf das lesenswerte Blog “Innovations-Szene Schweiz” gestossen, so dass sich die Suche unter diesem Gesichtspunkt auf jeden Fall gelohnt hat. Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen sofort, dass das wieder einmal ein typischer Fall von “Serendipity” ist.

Zurück zu meinem Aufenthalt in Deutschland. Ich bin in Starnberg, weil wir derzeit an der Schliessung unserer ersten institutionellen Finanzierungsrunde arbeiten. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir nun sehr faire und erfahrene Investoren gefunden haben, die gemeinsam mit uns die nächsten Schritte gehen, was für uns vor allem bedeutet, dass wir unsere Strategie der behutsamen Internationalisierung in Europa nun tatsächlich realisieren können. Mehr zu unserer Finanzierungsrunde veröffentlichen wir in Kürze.

Wer schon einmal eine Finanzierungsrunde für ein Technologie-Startup geschlossen hat, der ahnt, wovon ich spreche und wie viel Arbeit und Frustration wir an diesem Punkt bereits hinter uns haben.

Wer noch keine Finanzierungsrunde abgeschlossen hat, sich aber mit dem Gedanken trägt, Venture Capital einzuwerben, um ein innovatives Technologievorhaben zu finanzieren, sollte sich in der Schweiz (ebenso in Österreich und Deutschland, andernorts kann ich es nicht beurteilen) auf eine lange, lange Reise einstellen. Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass Venture Capitalists dem Risiko besonders zugewandt seien. Das Gegenteil ist der Fall. Bei unpassender Gelegenheit könnten wir einmal in Erwägung ziehen, die Absageschreiben, die wir von VC-Unternehmen erhalten haben, zu veröffentlichen. Es dürfte ein ziemlich dicker Stapel geworden sein, wenn wir denn wirklich all diese Schreiben aufgehoben haben sollten. Die Standardformulierung lautet üblicherweise:

“… danken wir sehr herzlich für die Einreichung Ihrer Unterlagen. Nach eingehender Prüfung Ihres interessanten Vorhabens müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass Ihr Vorhaben nicht in unseren Investmentfokus passt. Wir möchten betonen, dass dies keine inhaltliche Bewertung Ihres Vorhabens bedeutet, für das wir Ihnen im Übrigen alles erdenklich Gute wünschen…”

So oder so ähnlich lauten derlei Schreiben zumeist. Wenn Sie Schreiben dieses Inhalts bekommen, spricht eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass Sie entweder vollständigen Mist vorgelegt haben oder aber eine richtig gute Innovation haben. Die zweite Alternative klingt jetzt vielleicht komisch, da es sich um eine Absage handelt, aber Sie sollten berücksichtigen, dass auch Venture Capitalists bei aller finanziellen Macht ja nun auch nicht in die Zukunft sehen können und deshalb gerne in populäre Dinge investieren, also solche, in die auch andere VCs gerade gerne investieren, was VCs das trügerische Gefühl von Sicherheit vermittelt. Überwiegend handelt es sich um solche Vorhaben, die man zumindest auf dem Papier gut skalieren kann. Wenn Sie nun aber Dinge wirklich anders machen, was bei einer anständigen Innovation zumeist der Fall ist, dann fallen Sie aus dem Rahmen, weil man keine Vergleichswerte hat, an denen man Sie messen und Ihren Erfolg prognostizieren könnte. Und auch keine anderen VCs, die schon in gleiche oder ähnliche Vorhaben investiert haben. Wenn Sie sich also sicher sind, dass Sie den VCs, von denen Sie die oben zitierten Absageschreiben erhalten, keinen Mist vorgelegt haben, dann können Sie sich über solche Schreiben eigentlich freuen, denn dann haben Sie wahrscheinich eine echte Innovation in der Hand.

In diesem Fall sollten Sie entweder auf private Business Angels, auf strategische Investoren oder aber auf Umsatz setzen und nicht auf professionelles Venture Capital. Auf Umsätze mit zahlenden Kunden können Sie überdies richtig stolz sein, weil sich damit Ihre Annahme bestätigt, dass es einen Bedarf für Ihre Produkte/Dienstleistungen gibt, den Sie offenbar besser befriedigen als Ihre Wettbewerber. Das Schöne daran ist, dass Sie mit zunehmenden Umsätzen auch für Venture Capitalists immer attraktiver werden, die nämlich dann - und erst dann - zu glauben beginnen, dass das Scheiternsrisiko Ihres Unternehmens im Wesentlichen überwunden ist.

G10 gehört zu Top 50 Ventures



98,9% Werbung
14. September 2006, 12:21 Uhr vormittags
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Die Netzwoche nennt anlässlich eines Interviews mit Urs Hölzle , Google’s VP Operations, den Umsatzanteil von Werbung an Google’s Gesamtumsatz. Er liegt im Jahre 2005 bei schlappen 98,9%. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Google mit allen anderen Aktivitäten zusammen immerhin 1,1% ihres Umsatz macht. Darunter sind dann auch Lizenzen für Software. Z.B. Lizenzen für Google Search Appliance und Google Mini.

Es ist - selbst für uns, die wir uns damit nun schon lange beschäftigen - immer wieder erstaunlich, dass mit Werbung im Internet so abartig viel Geld gemacht wird. In absoluten Zahlen sind das bei Google letztes Jahr knapp über 6 Milliarden Dollar gewesen. Da fragt man sich, wer (ausser natürlich den Suchmaschinen selbst) diese Werbung wirklich will oder gar braucht. Sind es die Werbetreibenden? Die Konsumenten? Klicken z.B. Sie, ja genau Sie, auf Sponsored Links oder sonstige Werbung im Internet? Freuen Sie sich, dass Sie jetzt endlich auch auf Ihrem Mobiltelefon Werbung empfangen können? Was genau passiert eigentlich mit Ihren Daten in diesem Zusammenhang? Kann man die gut verkaufen und wenn ja, an wen? Das alles macht nachdenklich. Vielleicht sollten wir doch Werbung schalten und Profile anlegen. Es scheint lukrativ zu sein.

Zum Vergleich: Der Anteil des Werbeumsatzes am Gesamtumsatz von G10 Software AG lag in den vergangenen drei Jahren exakt bei 0,0%. Der Anteil von Softwarelizenzen am Gesamtumsatz lag demgegenüber konstant bei 100,0%. Das liegt daran, dass wir um die bestmögliche Entwicklung von Software bemühen und dass wir Werbung nicht mögen. Und das wird auch so bleiben.

Um so witziger finden wir übrigens die immer wieder vor allem von Venture Capitalists gern gestellte Frage, ob Google zu unseren Wettbewerbern gehört. Unsere mittlerweile fast stereotype Antwort, dass Google Werbung verkauft und wir Software, überzeugt nicht immer. Die Unterschiede sind scheinbar nicht so klar. Vielleicht liegt das daran, dass wir zu wenig keine Werbung für unsere werbefreien Lösungen machen, aber wenn wir das täten, wäre das ja auch völlig inkonsequent, oder etwa nicht?

In diesem Kontext: Wir werden immer wieder darauf angesprochen, dass auf unserer Website keine Kundenlisten oder Referenzen verfügbar sind. Das ist natürlich kein Zufall, sondern hat einen Grund und dieser ist eng mit unserer oben genannten Abneigung gegen Werbung verknüpft: Unsere Kunden haben teilweise sehr klangvolle Namen, die sicher äusserst werbewirksam wären. Aber es sind eben die Namen unserer Kunden und wir möchten uns nicht mit fremden Federn schmücken. Auch dann nicht, wenn es alle anderen tun. Auch da sind wir nun einmal eigen.

Denjenigen unter Ihnen, die das schätzen, anstatt sich auf Referenzen Ihrer Wettbewerber zu verlassen, verdanken wir unseren Erfolg. Es sind unsere treuen Kunden und überzeugten Anwender und natürlich vor allem diejenigen unter Ihnen, die uns weiter empfehlen, weil Sie mit unserer SVIZZER-Software zufrieden sind. Vielleicht gründet sich Ihre Zufriedenheit ja nicht nur auf die Qualität unserer Software, sondern auch ein wenig darauf, dass Sie wissen, dass wir mit Ihrem guten Namen ebenso behutsam umgehen wie mit Ihren Daten. Wir würden uns sehr freuen, wenn das so wäre, denn das gäbe uns die Zuversicht, das Richtige zu tun - und nicht nur das, was den grössten Umsatz gewährleistet.

Weil wir gerade darüber sprechen, dass Richtige zu tun: Demnächst werden wir uns verstärkt auch um die Suche im Internet kümmern. Wir haben SVIZZER ursprünglich entwickelt, weil wir mit der Art und Weise der Suche nach Daten auf dem eigenen PC und im eigenen Netzwerk unzufrieden waren. In den knapp drei Jahren, die wir uns nun mit diesem Thema beschäftigt haben, konnten wir auch unsere Vorstellung von einer besseren Suche im Internet in ein klares Konzept giessen. Warum suchen wir eigentlich immer über das gesamte Internet oder umgerechnet 10 Milliarden Seiten, wenn wir genau wissen, dass annähernd 85% des Internets mittlerweile nur noch Müll sind und der Grossteils des Rests für die jeweilige Suche völlig irrelevant? Unsere Überzeugung ist: Das muss auch anderes gehen. Das Ergebnis unserer Arbeit können Sie demnächst als neue Version von SVIZZER downloaden und - natürlich weiterhin auch in einer kostenfreien (und werbefreien) Version - nutzen. SVIZZER wird Ihnen dann die Möglichkeit bieten, Ihren Suchraum selbst zu definieren. Sie haben Ihre Lieblingsseiten, die Sie immer wieder aufsuchen, um sich über die Themen Ihrer Wahl zu informieren? Wunderbar, denn dann werden Sie sich vielleicht darüber freuen, wenn Sie diese Seiten (oder beliebige andere) zu “Suchmaschinchen” zusammenfassen können, um Ihre Suchen optional nur auf diese von Ihnen bevorzugten Seiten zu erstrecken. Näheres hierzu demnächst in diesem Theater.

So. Jetzt haben Sie aber lange genug ohne Werbung durchgehalten und sich mit Prozenten herumgeschlagen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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Not Sponsored Link: Dieser Beitrag wurde geschrieben mit freundlicher Unterstützung von Cederberg, einem Weingut aus Südafrika, dessen 14%igen Cabernet Sauvignon 2003 (mit Anklängen von Pflaume, Minze und Vanille) Sie vielleicht wirklich einmal probieren sollten. Zumal dann, wenn Sie Rotwein mögen und/oder an Blogs schreiben.

98,9 Prozent Werbung



10 Fragen an Adrian Huwyler
8. September 2006, 7:06 Uhr nachmittags
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And the race goes on. Heute mit Adrian Huwyler , der die 10 Fragen nicht nur spontan, sondern gleich sehr spontan über Skype beantwortete. Adrian ist Partner bei diebündner, was zwar komisch klingt, weil man eigentlich “bei den Bündnern” sagen müsste, was aber richtig ist, weil diebündner eine Kreativagentur ist. Die Verwirrung wird steigen, wenn ich Ihnen verrate, dass Adrian gar kein Bündner, sondern Zürcher ist, weshalb er auch das Zürcher Büro von diebündner leitet. Und das befindet sich im Technopark und jetzt schliesst sich auch der Kreis, denn G10 Software AG hat als Bündner Firma die grosse Ehre, das Büro in Zürich mit diebündner (Zürich) zu teilen. Ich hoffe, Sie haben das jetzt alles verstanden. Adrian schreibt gerade, also um 20.00 Uhr an einem Freitag (!) an der neuesten Ausgabe der sehr coolen “Jagdzeitung”, auf die ich leider nicht direkt verlinken kann, weil diebündner so ein komisches CMS haben, die sie aber auf der Startseite der Website bestellen können sollten, weil lesen bildet.

Zurück zu Adrian. Er teilt mit mir die Vorliebe für gutes Essen, offene Autos italienischer Herkunft, brand eins und andere schöne Dinge und hat mich ausserdem auf rundfunk.fm aufmerksam gemacht. Adrian ist ein Vollblut-Werber. Sie sollten mal bei diebündner vorbeikommen. Technopark, Trakt Darwin, Raum 1018. Sie werden dann schon sehen, warum. He’s got the groove…

Adrian, was ist die größte Herausforderung in Deinem Job?
In meinen Kunden die Erkenntnis zu wecken, dass das, was ich für sie will, tatsächlich das Beste für sie sein könnte.

… und was ist die größte Befriedigung bei Deiner Tätigkeit?
Wenn ich jemandem eine gute Idee als die seinige verkaufen kann. Und er sich über die gelungene Realisation freut wie ein Schneekönig.

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Dir das Leben wesentlich erleichtern?
Eine Sonnenbrille, die den Schlaf nachholt, während ich an zwei Orten zugleich Menschen in verschiedenen Sprachen davon überzeuge, wie man eine gute Sache macht.

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Deinen Augen überflüssig?
Nervende Klingeltöne, welche die Kassen von Telecom Providern klingeln lassen.

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Innovation noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
In der Einstellung. In Europa nennt man vieles Problem, was eigentlich eine Herausforderung ist, die man anpacken kann.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Wir haben die besseren Geschichten. In der Politik, im Film und in der Werbung.

Welche Technologien haben Deiner Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Technologien, die etwas vereinfachen. Die Kommunikation, die Produktion. Technologien, die vom Schmerz des Daseins ablenken – also unnötige Technologien.

Wenn Du einen einzigen Tip an junge Unternehmen geben könntest, wie würde er lauten?
Es ist nicht so wichtig, dass Du die originelle Idee hast. Es ist wichtiger, dass du eine gute Idee zur richtigen Zeit konsequent in die Tat umsetzt.

Hast Du ein Erfolgsrezept und verrätst Du es uns?
Mut zur Lücke.

Wie genießt Du den Spätsommer?
Mit sattem Rundfunksound von Oliver Scotoni – am besten im wackligen Fiat Spider, Jahrgang 84 – am besten oben ohne.

Adrian, vielen Dank für das Interview!

10 Fragen an Adrian Huwyler



10 Fragen an Peter Schüpbach
7. September 2006, 2:44 Uhr nachmittags
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Unter dieser Rubrik stellen wir interessanten Menschen in unserem Umfeld 10 Fragen und bitten um möglichst spontane Antworten. Nach Nicolas Berg durften wir heute auch Peter Schüpbach interviewen.

Auch Peter Schüpbach (hier sein Blog) ist einer der ganz Grossen der Gründerszene. Peter war seit 2001 CEO von GenevaLogic, deren Chairman er heute ist. Daneben ist er in eine Reihe von Startups involviert und Board-Mitglied verschiedener Organisationen. Letztes Jahr ist Peter von ASBAN (Schweizer Business-Angel Vereinigung) zum “Business-Angel des Jahres” gewählt worden. Er begann seine Karriere im Jahre 1986 als Mitbegründer von Miracle Software AG, deren CEO er länger als ein Jahrzehnt war. In den 14 Jahren seiner Tätigkeit machte er Miracle zu einer Gesellschaft mit mehr als 350 Mitarbeitern in 5 Ländern. 1998 wurde er in den Aufsichtsrat von softNet gewählt, einer Initiative des Bundesamts für Bildung und Technologie. Peter ist auch einer der unlängst gewonnenen Investoren von Hitflip.

Peter, was ist die größte Herausforderung in Deinem Job?
Immer wieder die richtigen Prioritäten zu setzen. In einem stark wachsenden Unternehmen ist das manchmal schwierig. Mir ist die Entwicklung unserer Unternehmenskultur sehr wichtig. Als schweiz-amerikanisches Unternehmen ist das eine tägliche Herausforderung.

… und was ist die größte Befriedigung bei Deiner Tätigkeit?
Mit dem Team eine ausserordentliche Leistung zu erzielen und gemeinsam zu gewinnen!

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Dir das Leben wesentlich erleichtern?
Eine Zeitmaschine, die uns mehr Zeit pro Tag, Stunde geben würde…

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Deinen Augen überflüssig?
MMS – aber da bin ich wohl zu alt dazu…

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Innovation noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
Das ist ein sehr vielschichtiges Thema und man könnte einen ganzen Aufsatz darüber schreiben. Ich denke, dass Europa generell im Bereich ICT-Innovationen (da kann ich es am besten beurteilen) viel aufgeholt hat. Die Euphorie 1999/2000 hat glaube ich bezüglich Risikoaffinität und Innovation einiges bewegt. Es gibt heute in Frankreich, Deutschland und andersswo in Europa vielversprechende Initiativen – gerade beispielsweise im Web 2.0 Umfeld. Die Schweiz muss da schauen, dass sie den Anschluss nicht verliert – dafür setze ich mich ein.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Im Bereich Mobile und Kommunikationsanwendungen.

Welche Technologien haben Deiner Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Die ganzen Web 2.0 Anwendungen und die neuen Trends hin zu Semantischen Netzen haben ein enormes Potential. Die richtigen, nutzenbringenden Services finden heute die kritische Masse auf dem Netz und haben dadurch ein enormes Marktpotential.

Wenn Du einen einzigen Tip an junge Unternehmen geben könntest, wie würde er lauten?
Kämpfen, kämpfen, kämpfen…

Hast Du ein Erfolgsrezept und verrätst Du es uns?
Ich bin leidenschaftlicher und optimistischer Unternehmer. Dadurch packe ich alles im Unternehmen oder auch bei Start-ups, die ich betreue, mit viel Engagement und Passion an.

Wie genießt Du den Spätsommer?
Ich trainiere für meinen vierten New York Marathon und bin dadurch viel draussen in der Natur. Zudem freue ich mich darauf, im Herbst mit meiner Familie noch ein paar Tage Ferien zu machen.

Peter, vielen Dank für das Interview!

10 Fragen an Peter Schüpbach