Svizzer Blog


Neues “aus der Szene”
21. August 2006, 1:06
Gespeichert unter: Hot News

Neuigkeiten von den Suchmaschinen, Browsern und drumherum:

Firefox 2.0 kommt im Herbst
Die Neuauflage von Firefox kommt leider erst im Herbst, aber das wissen die Freaks wahrscheinlich schon längst. Laut Golem soll die neue Version des beliebten Browsers spätestens Ende Oktober verfügbar sein, das 2. Beta vielleicht noch im August.

Mulberry Email-Client (wieder) als Freeware verfügbar
Der Email-Client Mulberry des Entwicklers Cyrus Daboo ist nun nach einem kurzen Ausflug in die Welt der Kostenpflicht wieder als unentgeltliche Freeware verfügbar, da Cyrus Daboo die Rechte an dem Programm zurückerlangt hat (Quelle: Heise). Die aktuelle Version Mulberry 4.05 gibt es für Windows, Linux und Mac auf der Mulberry-Seite als Download.

AOL sammelt wieder fleissig Daten
AOL, erst unlängst und zu Recht ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, sammelt fleissig neue Daten, worauf die Computerworld hinweist. Ausgerechnet AOL’s Virenschutzsoftware Active Virus Shield ist Gegenstand der Beanstandungen…
Derweil weist John Battelle in seinem Blog auf einen Artikel der Electronic Frontier Foundation hin, die eine Anleitung zur möglichst sicheren Suche im Internet gibt. Die Tips lauten: (1) Geben Sie bei Suchanfragen keine Daten preis, die Ihre Identifikation ermöglichen. (2) Nutzen Sie nicht die Suchmaschinen Ihres Internet Service Providers. (3) Vermeiden Sie, sich in Accounts von Suchmaschinen einzuloggen. (4) Akzeptieren Sie keine Cookies von Suchmaschinen. (5) Nutzen Sie einen anderen Browser oder Browserprofil für Ihre Suchanfragen. (6) Nutzen Sie einen Proxy zur anonymen Suche in Suchmaschinen.

Del.icio.us mit Thumbnails und Werbung
Ein buntes Bild zeigt sich nun allen Nutzern von Del.icio.us, da der Dienst nun auch über Thumbnails verfügt. Leider hat Del.icio.us im selben Moment auch die Werbefreiheit aufgegeben: Suchergebnisse werden sich nun in Verbindung mit Werbung aufgelistet, die von Yahoo Search Marketing stammt (Quelle: Search Engine Journal).

Google mag nicht, wenn man “googelt”
Google gibt bekannt, dass das Unternehmen es nicht mehr wünscht, dass die von ihrem firmennamen abgeleiteten Verben “to google” oder “googeln” als Synonym für die Suche im Internet verwendet werden. Dieses Ansinnen Google’s habe – so ein namentlich nicht genannter Firmenrepräsentant – einige ernst zu nehmende kennzeichnungsrechtliche Hintergründe (Quelle: CNET News).
Zur gleichen Zeit tauchen vermehrt Berichte auf, wonach Inhaber von Webseiten und Blogs aufgefordert werden, Buttons zu entfernen, auf denen das Google-Logo abgebildet ist (z.B. als Werbung für den GoogleReader bei Search Engine Roundtable).
Das ist natürlich eine Steilvorlage, wie man sie nur selten bekommt und schon macht Konkurrent Yahoo! sich in seinem Blog darüber lustig, worauf u.a. John Battelle hinweist. Auch eine Menge Blogger äussern ihr Unverständnis über diese Schritte Google’s. Wir verstehen die Aufregung nicht. Schliesslich ist es nur zu verständlich, wenn sich eine gottähnliche Instanz gegen die missbräuchliche Verwendung ihres Namens zu schützen versucht (siehe auch: Das 7. Gebot).
Vielleicht sollte man bei der Verwendung des Begriffs “Google” künftig generell mehr Vorsicht walten lassen und statt dessen nur mehr von “Search Engine, formerly known as Google” oder noch vorsichtiger von G*****” sprechen. Vielleicht sollte man aus Vorsichtsgründen aber auch gleich zu einer Suchmaschine wechseln, deren Namen man ungestraft nennen darf…

“Yahoo ./. Rollyo” oder “Yahoo + Rollyo”
Über Rollyo hatten wir erst vor kurzem berichtet. Rollyo ist ein Dienst, der die Suchmaschinenoption nutzt, Suchbefehle auf eine Domain zu beschränken. Rollyo, ein typischer “Web 2.0″-Dienst, unterhält rund um diesem Befehl auf der Basis des Indexes von Yahoo eine nette und sinnvolle Seite, die die Konfiguration von kleinen persönlichen Suchmaschinchen gestattet, die bis zu 25 Domains umfassen, themenbezogen sind und unter anderem auch mit anderen Nutzern ausgetauscht werden können.
Umso überraschter waren wir, dass gerade Yahoo vor knapp zwei Wochen den Yahoo Search Builder herausgab, der im Wesentlichen den gleichen Leistungsumfang wie die Lösung des Partners Rollyo hat – mit dem kleinen Unterschied allerdings, dass es sich bei Rollyo um ein kleines Startup handelt, das sicher alle Mühe haben wird, seine Existenzberechtigung neben dem grossen Partner Yahoo! nun noch plausibel zu kommunizieren.
Yahoo hat sich im offiziellen Yahoo Blog nun dieses Themas angenommen und singt das hohe Lied auf Rollyo. Man fragt sich allerdings auch und vor allem nach Lektüre dieses Beitrags, warum Yahoo dann Rollyo das Geschäft wegzuschnappen versucht und sich nicht einfach aus diesem Business herausgehalten hat. Offene Konkurrenz ist nämlich keine nette Art, mit Partnern umzugehen…

Google-Management und Insider haben seit IPO nur Aktien verkauft
Search Engine Watch stellt unter Bezugnahme auf einen Kommentar von Mark Gilbert von Bloomberg die These auf, dass an dem Kursverlust von gegenwärtig 7% seit Jahresbeginn u.a. das Verhalten des Google-Managements und der bedeutsamen Aktionäre schuld sei, die seit dem Börsengang von Google vor mittlerweile 18 Monaten keine einzige Aktie hinzu erworben, dafür aber Aktien im Wert von mehr als 7,4 Milliarden US-Dollar verkauft haben (Quelle: Barron’s Online).

Google verliert erstmals Marktanteile
Yahoo scheint gegenüber Google aufzuholen: Hatte Google im Juni noch 44,7% des Markts in den USA, war es im Juli mit 43,7% ein Prozent weniger. Yahoo verbesserte sich im selben Zeitraum von 28,5% auf 28,8% (Quelle: Heise). Mehr zu der Frage, ob es sich dabei um einen nachhaltigen Trend oder gar um einen “Topping Point” für Google handeln könnte, erfahren Sie auf Search Engine Roundtable.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Woche.

Neues aus der Szene


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