Gespeichert unter: Svizzer Work
Unter diesem Titel erschien im August-Heft von ICTkommunikation ein sehr lesenswerter Artikel von Kurt Haupt, der darin die Vor- und Nachteile einer Reihe von Desktop-Suchprogrammen beschreibt. Wir von G10 Software AG und unsere Software SVIZZER erfahren in diesem Artikel positive Kritik, was uns natürlich sehr freut. Falls Sie den Artikel lesen wollen, wir haben ihn hier vorrätig (PDF, 1,34 MB).
Vieles an diesem Artikel ist von bemerkenswerter Qualität: Das beginnt schon bei der sehr breiten Zusammensetzung der vorgestellten Programme: Von Kurt Haupt getestet und beschrieben wurden neben dem omnipräsenten Google Desktop Search und unserem SVIZZER auch die von uns sehr hoch geachteten Produkte Copernic und xFriend, ferner Yahoo’s von X1 lizensiertes Tool, die MSN Toolbar , aber auch Findword sowie das fast schon historisch anmutende Lookout.
Während andere Beiträge sich vielfach damit begnügen, die Geschwindigkeit der getesteten Anwendungen als Mass der Dinge anzusehen, widmet Kurt Haupt auch anderen Aspekten seine Aufmerksamkeit, darunter den oft vernachlässigten Themen “Sicherheit” und “Workflow”, beides aus unserer Sicht sehr wichtige Aspekte von Datensuche.
Am interessantesten jedoch ist der Umstand, dass der Artikel in der Rubrik “Dokumentenmanagement” erschien, was von Kurt Haupt einleitend wie folgt erklärt wird:
“Egal wie man Informationen organisiert, oft findet man sie am Schluss nicht dort, wo man sie sucht. Alternativ kann man die PC-Festplatte einfach zum chaotischen Datenhaufen erklären und clevere Suchhelfer die Detektivarbeit erledigen lassen.”
Darin liegt viel Wahrheit. Wir von G10 Software AG teilen diesen Ansatz und gehen davon aus, dass der Mensch, zumindest der, der mit Computern arbeitet, zukünftig ohnehin keine andere Wahl haben wird, weil er von allen Seiten Informationen erhält, die vielleicht für einen kurzen Zeitraum eine gewisse oder gar hohe Bedeutung haben, danach aber nie wieder benötigt werden: Informationen werden heute nicht mehr für die Ewigkeit produziert. Sie haben vielfach eine sehr geringe Halbwertszeit, so dass sich die Frage stellt, wozu man die Informationen heute noch kategorisieren, verschlagworten, ordnen oder auf sonstige Weise veredeln soll?
Damit stellt sich schnell die weitere Frage, ob Datensuche oder Information Retrieval wirklich Dokumentenmanagement oder Enterprise Content Management ersetzen kann? Die Antwort dürfte lauten: Vermutlich nicht. Ebenso wird man aber die Gegenfrage beantworten müssen, denn weder Dokumentenmanagement noch Enterprise Content Management kommen heute noch ohne gute Datensuche aus.
Wo wird uns diese Erkenntnis hinführen? Wahrscheinlich hin zu Lösungen, die die Vorteile und Möglichkeiten aller Technologien und Ansätze aufeinander vereinigen. Wichtige Dokumente werden - zumeist schon aus rechtlichen Gründen, vielleicht auch aus Gründen der praktischen Vernunft - systematisch und lückenlos erfasst, vielleicht veredelt, sicher aber ordnungsgemäss archiviert werden, während der überwiegende Teil der Informationen bei Bedarf einfach schnell auffindbar sein muss, ohne dass man mit deren Handhabung Zeit verschwendet.
In der Konsequenz werden Enterprise Content Management, Enterprise Search, Dokumentenmanagement, Information Retrieval und andere Ansätze immer mehr miteinander verschmelzen und - vermutlich aber auch erst dann - zu einer sehr mächtigen und wichtigen Lösung werden. Betrachtet man die schiere Menge an unstrukturierten Daten und vergleicht sie mit der deutlich kleineren Menge an Daten, die geordnet in Datenbanken vorliegen, dann ist die Vermutung berechtigt, dass in diesem Zuge ein neues, sehr mächtiges Unternehmen entstehen könnte, deutlich mächtiger als z.B. SAP heute ist. Vielleicht ist dieses Unternehmen (z.B. in der Gestalt von Google) aber auch schon entstanden. Es bleibt spannend.
Noch einmal kurz zurück zu Kurt Haupt’s Artikel, den wir nicht zuletzt auch deshalb sehr schätzen, weil er zwischen Desktop Search als der Suche auf einem einzigen Rechner und Enterprise Search als der Suche in Unternehmensdatenbeständen differenziert. Das wird, zumindest was unser Programm SVIZZER betrifft, oftmals nicht unterschieden. SVIZZER ist eben nicht nur ein kleines Desktop-Helferlein für die Suche auf dem PC oder Notebook, sondern in der gleichen Gestalt und lediglich einem anderen Lizenzschlüssel auch der Client unserer sehr mächtigen Enterprise Search Suite.
Wenn Sie unseren SVIZZER also in einem Vergleichstest wieder einmal gegen reine Desktop Search Tools antreten sehen, dann ist das ungefähr so, als würden die reinrassigen und leichten Supersportwagen unserer Desktop Search Wettbewerber gegen unseren SVIZZER in der Form und dem Gewicht einer Mercedes S-Klasse antreten. Diese Form und dieses Gewicht braucht SVIZZER aber deshalb, weil wir in unserem eigentlichen Kerngeschäft ja auch mit den sehr kräftigen Limousinen unserer Enterprise Search Konkurrenz mithalten müssen.
Ach, und eins noch: Herr Haupt, die im Hintergrund ablaufende Indexaktualisierung bauen wir jetzt auch noch ein. Versprochen!

