Svizzer Blog


10 Fragen an Urs Kappeler
19. Juli 2006, 4:15
Gespeichert unter: 10 Questions

Unter dieser neuen Rubrik stellen wir interessanten Menschen in unserem Umfeld 10 Fragen und bitten um möglichst spontane Antworten.

Den Anfang macht Urs Kappeler, Geschäftsführer des E-Towers der HTW Chur, also der Churer Hochschule für Technik und Wirtschaft. Der E-Tower ist eine Einrichtung der HTW. Hier wird über Unternehmertum nicht doziert, vielmehr wird Unternehmertum gelebt, denn der E-Tower ist eines von zwei Startup-Zentren im Kanton Graubünden, die sich mit Rat und Tat für die Gründung junger Innovationsunternehmen einsetzen.

Urs, was ist die größte Herausforderung in Deinem Job?
To be „politically correct“!

… und was ist die größte Befriedigung bei Deiner Tätigkeit?
Das Arbeiten für Menschen mit Menschen.

Welche Innovation, die noch nicht gemacht ist, würde Dir das Leben wesentlich erleichtern?
Ich weiß nicht, ob man das als Innovation bezeichnen kann: Eine Pille gegen Profilneurosen!

… und welche Erfindung der letzten Jahre ist in Deinen Augen eher überflüssig?
Das E-Mail und/oder das Handy.

Wo muß Europa im Zusammenhang mit Innovation noch Hausaufgaben machen im Vergleich mit den U.S.A.?
Europa hat Defizite bei der Sensibilisierung für das Unternehmertum an der Basis, das heißt, es wäre wünschenswert, Kinder und Jugendliche bereits in jungen Jahren für das Unternehmertum zu begeistern. Worin sind uns die USA noch überlegen? In der Förderung der Kreativität und des Selbstwertgefühls.

Und wo liegt Europa vorne verglichen mit den U.S.A.?
Im Generieren von Ideen, leider jedoch nicht bei deren Realisierung…

Welche Technologien haben Deiner Meinung nach im kommenden Jahrzehnt das größte Potential, erfolgreich zu sein?
Biotechnologie und Information Science.

Wenn Du einen einzigen Tip an Start-Ups geben könntest, wie würde er lauten?
Venture Capitalists pflegen zu sagen: “We invest in management, not in ideas.” Die Zusammensetzung der Gründungsmitglieder ist wohl das wichtigste Element, um eine Start-up Unternehmung zum Erfolg zu führen.

Hast Du ein Erfolgsrezept und verrätst Du es uns?
„Believe in a place called hope!“

Wie genießt Du den Sommer?
Mit dem Abarbeiten meiner Pendenzen. Und mit einem kühlen Bad irgendwo in einem Bergsee, weit weg von allen Kommunikations- instrumenten.

Urs, vielen Dank für das Interview!


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